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15 Jahre Markkleeberger Immobilien- 15 Jahre für Markkleeberg

Es geht nie nur um Häuser – es geht immer um Menschen!
Seit 15 Jahren begleitet Sybille Lipp mit ihrer Firma Markkleeberger Immobilien Menschen in Markkleeberg beim Kauf oder Verkauf ihrer Immobilie – oft in wichtigen Lebensphasen. Viele kennen sie aus der Innenstadt, von Veranstaltungen in der Stadt oder durch ihr Engagement im Begegnungszentrum. Zum Jubiläum blickt sie im Stadtjournal auf ihren Weg in die Selbstständigkeit zurück und erzählt, was sie an ihrem Beruf bis heute fasziniert.
In 15 Fragen und Antworten blickt Sybille Lipp auf ihren Weg als Maklerin vor Ort zurück.
1. „Frau Lipp, nehmen Sie uns einmal mit an den Anfang: Was hat Sie ursprünglich dazu gebracht, Immobilienmaklerin zu werden? Oh, das klingt jetzt wie eine Geschichte aus uralten Zeiten. Nach dem BWL Studium und einer Karriere im Handel habe ich erst nebenbei bei Bekannten das Immobilienbüro organisiert und so erste Einblicke in die Branche bekommen. Ich fand das toll - mit Menschen und Zahlen konnte ich schon immer gut. Ich habe mich dann bei der Europäischen Immobilienakademie EIA als geprüfte Immobilienmaklerin ausbilden lassen.
2.Und wie entstand Markkleeberger Immobilien? Zufällig bekam ich die Möglichkeit, bei einer Finanzierungsfirma die Immobilienabteilung aufzubauen. Wir haben dort in ganz Sachsen und Thüringen Immobilien verkauft und das hat mir irgendwie nicht gefallen. Ich kannte mich dort nicht aus und konnte regionale Fragen schlecht beantworten. Auf einer Weiterbildung kam das Thema Farming auf. Dahinter steckt ganz simpel das aufs Geschäftliche übertragene „BeAckern“ eines begrenzten Gebietes und genau das war es, wo ich mich gesehen habe. Die Liebe hatte mich zwischenzeitlich als Leipzigerin nach Markkleeberg verschlagen und so nahm alles einen Lauf.
3. Erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Immobilienauftrag? Ja aller Anfang ist schwer. Das allererste Haus, welches ich verkauft habe, befand sich in unserem Wohngebiet am Wolfswinkel. Die Hausbank hatte den Verkaufsauftrag, aber dieser lief erfolglos aus und das war meine Chance. Das Haus war grob beräumt, die Erben weit weg. Ich bin ungelogen mit Staubsauger und Putzutensilien dort rein, habe die Restmöbel nett hingestellt und es dauerte nicht lange und ich hatte mehrere Kaufinteressenten. Das hat mich sehr motiviert.
4.Ähh.. das Bild der Maklerin mit Kostüm und Stöckelschuhen ist das wohl eher nicht? Ich glaube heutzutage ist Authentizität wichtiger als Kostüm. „Selling Sunset“ ist TV. Im Übrigen hatte ich mal das Vergnügen hinter die Kulissen bei Mieten, Kaufen, Wohnen zu schauen. Es war nicht alles Fake. Das Haus war gerade in meinem Auftrag und es waren echte Interessenten.
5. Warum haben Sie sich entschieden, 2017 Ihr Büro in Markkleeberg am Kunstwinkel zu eröffnen? „Ab in die Mitte“ hieß und heißt das Motto. Schon länger hatte ich nach einer Repräsentanz gesucht. Der Laden in der Rathausstraße 23 war daher mit der Planung des Kunstwinkels doppelt interessant für mich.
6. Beeinflusst der Standort Ihre Arbeit? Mitten in der „Farm“ zu arbeiten ist toll. Es ist ein Treffpunkt für alle Fragen rund um Immobilien geworden. Ich beteilige mich sehr gern an allem rund um den Kunstwinkel. So gebe ich im oder vor dem Büro Künstlern die Möglichkeit, sich zu präsentieren insbesondere zum jährlichen Kunstwinkelfest.
7. Viele Menschen in der Stadt kennen Sie daher wohl auch persönlich als Ihre Maklerin vor Ort. Ist es eher ein Vorteil oder Nachteil als Frau in dem Beruf? Meine Stärke ist, mich auf Augenhöhe mit den Menschen zu treffen. Ich kann zuhören und Empathie ist unheimlich wichtig in diesem Beruf. Vielleicht ist das als Frau ein Vorteil. Man hat ja auch viel mit älteren Menschen oder Erbengemeinschaften, die nicht selten zerstritten sind, zu tun. Eine Weiterbildung zur Immobilien-Mediatorin hat mir da auch geholfen. Heute arbeite ich fast nur auf Weiterempfehlung. Da habe ich wohl vieles richtig gemacht.
8. Was macht Markkleeberg für Sie zu einem besonderen Ort? Als Leipziger Stadtkind- so nannte mich mein Mann immer- habe ich den Hype um Markkleeberg früher nicht verstanden. Ost und West und Gaschwitz, Auenhain – da ist schon viel zusammengewürfelt. Nunmehr lebe ich 18 Jahre hier und kenne mich hier besser aus als er. Markkleeebergern muss ich die Vorteile der Stadtnähe zu Leipzig gesäumt von Wald und Seen hier nicht erläutern.
9. Sie engagieren sich im Marketingteam Innenstadt und im Begegnungszentrum. Was motiviert Sie dazu? Ja ich nutze die Möglichkeit, mich im Stadtmarketing-Team zu engagieren. Wir haben zum Beispiel das schöne Graffiti unter der S-Bahn in Mitte organisiert. Jetzt bin ich auch Pate von dem Blumentopf am Kunstwinkel- auch eines dieser Projekte, um die Stadt schöner zu machen. Im Begegnungszentrum biete ich seit meiner Gründung Beratung für Wohnen im Alter an, was ein immer wichtigeres Thema wird.
10. Wie hat sich der Immobilienmarkt in Markkleeberg in den letzten 15 Jahren verändert? Viele denken zuerst an die Preise – und