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Kaufen oder Mieten?

Es vergeht keine Woche, in der nicht Meldungen von Preissteigerungen in der Immobilienbranche über die Medien gestreut werden. Werden die Deutschen, die mit einer Eigentumsquote von unter 50 % als Volk der Mieter gelten nun Eigenheimler?
Die niedrigen Zinsen für Baugeld und die unklare wirtschaftliche Entwicklung allgemein könnten einige dazu verleiten. Allerdings sollte dies sehr differenziert betrachtet werden. Leipzig und damit auch Markkleeberg liegt in langfristigen Studien betrachtet in der Entwicklung ziemlich gut. Unter Einbeziehung des erwarteten Bevölkerungszuwachses bis zum Jahr 2030 von 1 % rangiert die Stadt unter den TOP 100 Deutschlands mittlerweile auf den vordersten Plätzen im Osten neben Dresden. Der durchschnittliche Kaufpreis von Wohnungseigentum stieg vom Januar 2012 bei 1.139 Euro/m² auf durchschnittlich 1.212 Euro/m² im Januar 2013. In Markkleeberg liegt der Wert mit ca. 1350 Euro/m²noch darüber. Auch das hohe Verhältnis von Einfamilienhäusern zu Wohnungen spricht für eine langfristig anhaltende hohe Nachfrage nach Wohneigentum.
Doch ist es immer sinnvoll zu kaufen? Die Lage ist die eine Sache, das Geld die andere.
Wer nur dank niedriger Zinsen an Eigentum denkt, dem wird bei der Anschlußfinanzierung der kleinste Zinsanstieg das Genick brechen. Auch sollte immer bedacht werden, dass Krankheit, Verlust der Arbeit und andere unerwartete Lebensereignisse ganz schnell die finanzielle Situation kippen lassen. Fazit: Wenn man Eigenkapital hat, sich nach dem Kauf weiterhin Dinge leisten kann, die einem wichtig sind und die Lage der Immobilie gut ist: Kaufen!
Ein Eigenheim jedoch als Geldanlage ist spekulativ. Man sollte nicht vergessen, dass Grundsteuern, Versicherungen und kommunale Gebühren laufend anfallen. Immobilien verlieren grundsätzlich immer an Wert. Bereits beim ersten Wiederverkauf heißt es aus 2. Hand. Besonders bei neuen Immobilien ist der Wertverlust besonders hoch. Und ist der Kredit abbezahlt, müssen meist schon überschneidend Kosten für Instandhaltung, Renovierung, Modernisierung und ggf. altersgerechten Umbau aufgefangen werden. Fazit: Solange ich die Immobilie nicht mit gutem Eigenkapital anzahlen kann und ich mich schon im Vorfeld finanziell einschränken muß: es gibt auch andere Sparanlagen!
Jeder sollte für sich abwägen und entscheiden. Prinzipiell ist die Zeit für den Kauf und damit insbesondere auch für den Verkauf der eigenen Immobilie in unserer Region gut.
Ihre Sybille Lipp Markkleeberger Immobilien (Stadtjournal MAI 2013)